Beim Vererben auf Nummer sicher gehen

Ein notarielles Testament garantiert den letzten Willen.

Wer bei der Nachlassplanung kein Risiko eingehen möchte, sollte einen Notartermin machen. © plantic_shutterstock.com

Westfälische Notarkammer. Eine testamentarische Erbschaft wegen Formfehlern nicht antreten zu können, ist bitter. Wer seinen Erben diese Enttäuschung ersparen möchte, sollte sein Testament rechtssicher verfassen. Mit notariellen Testamenten sind Erblasser grundsätzlich auf der sicheren Seite. Wer ein privatschriftliches Testament schreibt, muss unbedingt eine Reihe von Regeln befolgen.

Notarielles Testament sorgt für Frieden
Beim Notartermin berät der Notar den Erblasser, so dass im Testament auch wirklich der „letzte Wille“ zum Ausdruck kommt. Notarielle Testamente sind bei weitem durch­dachter und klarer als privatschriftliche. Es kommt daher seltener zu Familienstreitigkeiten.

Günstiger als viele denken
In vielen Fällen erspart ein notarielles Testament auch den Erbschein. Diesen muss sich ein Erbe normalerweise ausstel­len lassen, wenn er zum Beispiel die Eigentumsum­schreibung im Grundbuch für ein geerbtes Grundstück beantragt. Liegt ein notarielles Testament mit einer Erbeneinsetzung vor, verlangt das Grundbuchamt keinen Erbschein mehr. Da die Beantragung eines Erb­scheins mitunter doppelt so hohe Kosten verursacht wie die Errichtung eines Testamentes, ist in diesem Fall auch das Argument der höheren Kosten eines notariellen Testa­mentes verfehlt.

Wandelbar ist der Wille
Das privatschriftliche Testament ist schnell erstellt, aber häufig nicht rechtssicher. Zudem ist es sehr leicht und ohne große Umstände zu ändern, was allerdings von Nachteil sein kann. So neigt man zum Beispiel oft dazu, nach einem Streit spontan und unbedacht zu handeln, indem man die Erbeinsetzung durch ein neues Testament wider­ruft. Wenn man aber erst zu einem Notar gehen muss, um ein neues Testament zu errichten, hat man Zeit, die Angelegenheit noch einmal zu überschlafen und die Ent­scheidung der Testamentsänderung als spontane und zu emotionale Reaktion wieder zu verwerfen.

Wer sich von einem Notar zu diesen Themen beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com.

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