Damit die Erben nicht leer ausgehen

wie schreibt man ein gültiges testament? regeln für den letzten willen
Ein einziger Formfehler im Testament reicht aus, um es
ungültig zu machen. Für die Erben ist das bitter.
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Westfälische Notarkammer. Wer ein privatschriftliches Testament schreibt, muss unbedingt eine Reihe von Regeln befolgen. Der größte Nachteil eines privatschriftlichen Testamen­tes besteht in dem Risiko, es durch Formfehler ungültig zu machen. Dazu gehört die Gefahr, zu unklar zu formulieren. Für den Laien ist das deutsche Erb­recht nicht gerade übersichtlich, das ver­führt zu Fehlern. Weil sie meist nicht sorgfältig verwahrt werden, kann es zudem es leicht passieren, dass privatschriftliche Testamente verloren gehen.

Notar prüft Testierfähigkeit
Außerdem wird nicht selten ver­sucht, ein Testament mit der Begründung anzufechten, der Verstorbene sei zum Zeitpunkt der Errichtung des Testamentes nicht mehr geschäftsfähig gewesen. Ein gewissenhafter Notar hat laut Gesetz auf die Geschäftsfähigkeit zu achten und  in der Niederschrift über die Errichtung des Testamentes zu vermerken, was er dazu festgestellt hat. Damit werden in den meisten Fällen Zweifel an der Geschäftsfähigkeit ausge­räumt.

Ergänzungen unterschreiben
Ein privatschriftliches Testament muss komplett handschriftlich verfasst werden. Der Ort, das Datum sowie die Unterschrift am Ende des Dokumentes dürfen nicht fehlen – das heißt, es reicht nicht aus, oben den Namen hinzuschreiben, um dann den handschriftlichen Text folgen zu lassen. Wenn der Testierende das Testament ordnungsgemäß errichtet hat, später aber einen Zusatz nicht eigenhändig macht, bzw. nicht erneut unterschreibt, wird das gesamte Testament ungültig.

Zwei Unterschriften, ein Testament
Eheleute – und nur diese – können ein gemeinschaftliches Testament errichten, das auch ein privatschriftliches sein kann. Die Verfügung ist gültig, wenn nur einer der Ehepartner den gesamten Text mit eigener Hand schreibt – unter­schrieben sein muss sie allerdings von beiden. Am besten fügt man einen zusätzlichen Satz hinzu, der bestätigt, dass das Vorste­hende der letzte Wille beider Eheleute ist.

Wer sich von einem Notar zu diesem Thema beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com.

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