Vertrauen ist das A und O


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Westfälische Notarkammer. Eine Vorsorgevollmacht ist Vertrauenssache. Denn sobald der Vollmachtgeber betreuungsbedürftig geworden ist, erhält der Bevollmächtigte einen großen Einfluss auf dessen Leben. Bei der Auswahl, sollte sich der Betroffene absolut sicher sein, dass sein Vertrauen nicht missbraucht wird. Wichtig ist auch, mit der ausgewählten Person vorab zu sprechen, ob sie diese Aufgabe im Ernstfall übernehmen will.

Um sich bei besonders wichtigen Angelegenheiten vor Missbrauch zu schützen, ist es empfehlenswert, mehrere Personen als Bevollmächtigte zu bestimmen, die den Betroffenen gemeinsam vertreten müssen.

Eine Vorsorgevollmacht ist zwar formlos gültig und kann daher auch mündlich erteilt werden. Zur Sicherheit und auch aus Beweisgründen wird jedoch empfohlen, die Vorsorgevollmacht handschriftlich abzufassen.

Auf alle Fälle sollte die Vorsorgevollmacht Ort, Datum sowie eine vollständige eigenhändige Unterschrift enthalten. Um Zweifel an der Echtheit der Vorsorgevollmacht und der Identität der Unterschrift zu vermeiden, kann die Unterschrift auch von der Betreuungsbehörde (Stadt- und Gemeindeverwaltung) beglaubigt werden. Vorsorgevollmachten, die zur Verfügung über Grundbesitz ermächtigen, müssen notariell beglaubigt oder beurkundet werden.

Werden für die verschiedenen Aufgabengebiete (z.B. Gesundheitsfürsorge und Vermögensangelegenheiten) jeweils eigene bevollmächtigte Personen eingesetzt, so benötigt jeder Bevollmächtigte eine eigene Vollmachtsurkunde.

Das Original der Vorsorgevollmacht sollte zu Hause an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Diesen Ort sollte die bevollmächtigte Person unbedingt kennen, damit die Vollmacht im Ernstfall auch gefunden wird. Das Original kann auch der bevollmächtigten Person übergeben werden. Doch Vorsicht: Mit der Vollmacht in der Hand, kann die Person sofort handeln, selbst wenn abgemacht war, die Vorsorgevollmacht erst im Ernstfall zu nutzen.

Die Vorsorgevollmacht kann bei dem zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden. Dadurch erhalten auch die Gerichte, die die Fremdbetreuer bestimmen, Kenntnis darüber, dass es schon einen Bevollmächtigten gibt und informieren diesen. Es empfiehlt sich ferner, ein Kärtchen mit einer Notiz über die Vorsorgevollmacht zusammen mit dem Personalausweis aufzubewahren.

Wer sich im Vorfeld von einem Notar zu diesem Thema beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com.

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