Angehörige nicht automatisch bevollmächtigt

angehöriger ist nicht automatisch befugt, wichtige persönliche entscheidungen für den erkrankten verwandten oder bekannten zu treffen
Viele Verwandte möchten die Betreuung nicht in fremde
Hände geben. © Halfpoint_shutterstock.com

Westfälische Notarkammer. Bei dem Stichwort „Vorsorge“ denken Viele zuerst an Lebens- oder Rentenversicherungen, damit das Einkommen auch im Alter gesichert bleibt. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was passiert, wenn man durch einen schweren Unfall oder eine unvorhergesehene Erkrankung in die Lage kommt, persönliche Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können.

Betroffene können dann nur auf den Beistand von Angehörigen hoffen. Muss jedoch eine rechtsverbindliche Erklärung oder Entscheidung für den Betreuungsbedürftigen abgegeben werden, sind weder der Ehe- oder Lebenspartner, noch die Kinder oder nahe Verwandte automatisch bevollmächtigt. Sie können den Betroffenen nicht gesetzlich vertreten. Für solche Fälle bestellt das Vormundschaftsgericht einen Betreuer von Amts wegen.

Wer nicht möchte, dass seine privaten Angelegenheiten von fremden Personen geregelt werden, sollte in gesunden Tagen vorausschauend einer oder mehreren Personen seines Vertrauens mit einer Vorsorgevollmacht die Wahrnehmung einzelner oder aller Angelegenheiten (Generalvollmacht) übertragen. Mit einer solchen Vorsorgevollmacht kann die Vertrauensperson sofort handeln und den Erkrankten auch gesetzlich vertreten.

Für Vorsorgevollmachten gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Notar hilft beim Erstellen von Vollmachten, die genau auf die Bedürfnisse des Verfassers abgestimmt sind und vermeidet Formulierungsfehler. Er wird auch klären, ob die Vollmacht um eine Patientenverfügung zu ergänzen ist.

Wer sich von einem Notar zu diesem Thema beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com.

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