Rund um den Notar

Mandanten genießen hohes Maß an Sicherheit

Auch Notaren können Fehler passieren – bei unwissentlichen Pflichtverletzungen sind sie Dank Vertrauensschadenversicherung und Notarversicherungsfonds abgesichert.

Begeht ein Notar einen Fehler, so sind sowohl er als auch seine Klienten Dank der Vertrauensschadenversicherung sowie Notarversicherungsfonds rechtlich abgesichert. © AFRICA STUDIO_SHUTTERSTOCK.COM

Westfälische Notarkammer. Niemand ist unfehlbar – auch Notare nicht. Zu ihren Aufgaben gehört die vorausschauende Rechtsgestaltung durch die Beurkundung von Verträgen oder Testamenten. Niemand ist davor gefeit, beim Blick in die Zukunft etwas zu übersehen. Begeht ein Notar einmal einen Fehler, so haftet er aber dafür.

So kann es passieren, dass ein Notar eine Erbausschlagung protokolliert und dabei übersieht, dass an die Stelle des Ausschlagenden von Gesetzes wegen beispielsweise dessen Nichten oder Neffen treten. Auch diese sollten eigentlich nicht mit einem überschuldeten Nachlass konfrontiert werden.

Notare und Notarkammern sorgen gemeinsam dafür, dass ausreichend Versicherungsschutz besteht und keine Schäden bei den Klienten verbleiben. Notare sind gesetzlich zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung über mindestens 500.000 Euro verpflichtet. Die zuständige Notarkammer unterhält einen zusätzlichen Versicherungsvertrag, durch den sich diese Versicherungssumme verdoppelt. Sollte das Risiko eines notariellen Geschäftes größer als eine Million Euro sein, so versichert der Notar dieses Risiko zusätzlich.

Bisweilen wird Notaren – in der Regel zu Unrecht – vorgeworfen, sie hätten wissentlich gegen Amtspflichten verstoßen. Ein solcher Vorwurf ist sehr ernst zu nehmen, weil in der Haftpflichtversicherung wissentliche Pflichtverletzungen nicht versichert werden können. Der Notar müsste daher persönlich mit seinem Vermögen haften. Reicht das nicht aus, würden Geschädigte auf ihrem Schaden sitzen bleiben.

Um dies zu verhindern, unterhalten die Notarkammern sogenannte Vertrauensschadenversicherungen sowie den Notarversicherungsfonds als Zweckvermögen des Deutschen Notarstandes. Damit ist sichergestellt, dass auch bei eventuellen wissentlichen Pflichtverletzungen Schäden reguliert werden. Auch wenn es solche Pflichtverletzungen durch Notare nur äußerst selten gibt, ist es doch ein beruhigendes Gefühl für alle Klienten, umfassend durch Versicherungen geschützt zu sein.

Wer sich von einem Notar über dieses Thema beraten lassen möchte, findet diese im Internet unter www.notar.de.

Redaktion: www.azetpr.com

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