Erbrecht

Keine Angehörigen vorhanden – Wer erbt?

Sind keine Anghörgen vorhanden, fällt der Nachlass an den Staat.

Wer keine engen Angehörigen hat, sollte ein Testament aufsetzen. © shutterstock.com_Photographee.eu

Notarkammer Berlin. Bei Menschen ohne enge Angehörige fällt der Nachlass oft Erben zu, die der Verstorbene nicht berücksichtigt hätte. Hier erfahren Erblasser, wie sie vermeiden , dass ungeliebte Verwandte oder der Staat erben. Welche Möglichkeiten gibt es zu bestimmen, was mit dem Erbe passiert?

Was passiert mit dem Vermögen?

In Deutschland ist die Erbfolge nach sogenannten Ordnungen geregelt. Verwandte erster Ordnung sind die Kinder, an die Stelle verstorbener Kinder treten Enkelkinder. Die Eltern oder deren Kinder, also die Geschwister des Erblassers, sind dann Verwandte zweiter Ordnung. Dieses Schema führt sich bis hin zur letzten Ordnung, dem Staat, fort. Dieser erbt dann, wenn keine gesetzlichen Erben mehr vorhanden sind.

Notarsuche

Wie können Menschen ohne Angehörige die Vermögensnachfolge steuern?

Nichts an Wert zu hinterlassen, ist in der Praxis schwierig umzusetzen. Bei ausreichender Alterssicherung können schon zu Lebzeiten Vermögenswerte wie Immobilien oder Geld an fremde Personen oder gemeinnützige Einrichtungen übertragen werden. So können Betroffene noch persönlich die Wirkung des Vermögens erleben. Wer die Kontrolle über Gegenstände aus dem eigenen Vermögen nicht ganz aufgeben will, kann selbst eine nicht gemeinnützige Stiftung, etwa für die eigene Familie oder für soziale Zwecke errichten und mit einem Stiftungskapital austatten.

Selbstbestimmte Erbfolge durch Testament

Die praktikabelste und beliebteste Möglichkeit zur Bestimmung der Erbfolge ist, ein Testament aufzusetzen. Hier kann der Erblasser unter Berücksichtigung der gesetzlichen Pflichtteilsregelungen frei bestimmen, an wen und zu welchen Anteilen sein Nachlass verteilt werden soll. Außerdem kann er über das Testament eine Stiftung errichten oder einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Damit kann er die Verfügungen zur Ausführung bringen. Es ist empfehlenswert, das Testament notariell aufsetzen und beurkunden zu lassen. So ist der letzte Wille formal und inhaltlich wirksam erklärt. Bürokratische Hürden für die Erben werden vermieden.

Wer sich von einem Notar zu diesen Themen beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com

Das könnte Sie auch interessieren:

https://ihr-ratgeber-recht.de/testamentsvollstrecker-ist-sinnvoll/

https://ihr-ratgeber-recht.de/stirbt/

 

 

Kommentare sind geschlossen

Theme von Anders Norén