Testaments-TÜV

Jeder sollte sein Testament in regelmäßigen Abständen überprüfen.
Bei jungen Familien liegt der Fokus meist auf den Kindern –
auch wenn es um die Vorsorge geht. © shutterstock__Jack Frog

Notarkammer Berlin. Unser Auto bringen wir ganz selbstverständlich regelmäßig zum TÜV – um weiter sicher damit zu fahren und weil es so vorgeschrieben ist. Eine Pflicht, sein Testament regelmäßig kontrollieren zu lassen und auf den neuesten Stand zu bringen, gibt es nicht. Doch unsere persönlichen Verhältnisse und die Rechtslage verändern sich ständig. Ein „Testaments-TÜV“ lohnt sich daher ebenso.

Die Kinder absichern

Viele junge Eltern möchten ihre Kinder hundertprozentig absichern und setzen sie im Testament als Erben des länger Lebenden ein. Ist dann ein Elternteil verstorben, kann der Längstlebende diese Regelung nicht ändern. Er kann das Erbe nur noch ausschlagen. Es ist daher sinnvoll, zu Lebzeiten regelmäßig zu überprüfen, ob eine vollständige Absicherung der Kinder noch vonnöten ist – vor allem wenn die Kinder bereits erwachsen sind und ihr eigenes Geld verdienen.

Das Testament ändern

Gemeinschaftliche Testamente können geändert werden, wenn beide Erblasser noch leben. Die Änderung kann gemeinschaftlich erfolgen oder durch einen beurkundeten Rücktritt eines Erblassers.

Ist ein Erblasser bereits verstorben, kann ein gemeinschaftliches Testament nur noch im Einvernehmen mit dem im Testament genannten Erben geändert werden. Dies ist möglich durch einen sogenannten Zuwendungsverzichtsvertrag, der notariell beurkundet werden muss.

Den Pflichtteil berücksichtigen

Die Kinder haben allerdings immer einen Anspruch auf den Pflichtteil des Nachlasses. Dieser kann ihnen nur nach schweren Verfehlungen wie z. B. vorsätzlichen Misshandlungen des Erblassers oder nach schweren Straftaten, die zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung führen, entzogen werden.

Wer sich von einem Notar zu diesen Themen beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com

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Kinder vom Erbe ausschließen

Möchten Erblasser nahe Verwandte vom Erbe ausschließen, sollte die Pflichtteilsansprüche kennen.
Die Nachkommen zu enterben, ist ein schwerer Schritt.
© shutterstock_Ruslan Guzov

Westfälische Notarkammer. Die geliebte Tochter, der ungeliebte Sohn – nicht immer möchten Erblasser ihre engsten Verwandten auf gleiche Weise im Testament als Erben einsetzen. Möchte der Erblasser einen nahen Verwandten vom Erbe ausschließen, so muss er dies im Testament deutlich zum Ausdruck bringen. Er kann beispielsweise einen Alleinerben benennen und somit alle anderen Verwandten enterben oder er erklärt, dass eine Person vom Erbe ausgeschlossen werden soll. In einem solchen Fall erben auch die Kinder und Kindeskinder der betroffenen Person nicht mehr. Es sei denn der Erblasser erklärt im Testament, dass die Abkömmlinge nicht vom Erbe ausgeschlossen werden sollen. Weiterlesen

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Bessere Möglichkeiten für Regenbogenfamilien

Seit Oktober 2017 können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten und damit auch gemeinsam ein Kind adoptieren.
Schwule Paare können ein Kind nun gemeinsam adoptieren.
© shutterstock_Monkey Business Images

Notarkammer Berlin. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen seit Oktober 2017 auch in Deutschland heiraten. Damit gewährt der Staat homosexuellen Paaren die gleichen Rechte wie heterosexuellen. Bereits eingetragene Lebenspartnerschaften bleiben bestehen, können jedoch beim Standesamt in eine Ehe umgewandelt werden. Diese Umwandlung muss von beiden Partnern gleichzeitig und persönlich erfolgen. Lebenspartnerschaften können nun nicht mehr beim Standesamt eingetragen werden. Lebenspartnerschaftsverträge, die die Lebenspartner notariell abgeschlossen haben, behalten nach Umwandlung in eine Ehe als Eheverträge weiterhin Gültigkeit. Weiterlesen

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Vorsicht vor Firmenbestattern

Sogenannte Firmenbestatter bieten gegen Zahlung Hilfe für insolvenzbedrohte Unternehmen. Dies ist unseriös.
Droht die Insolvenz, ist die Verzweiflung meist groß.
© shutterstock_SFIO CRACHO

Schleswig-Holsteinische Notarkammer. In Krisenzeiten gibt es immer wieder Organisationen, die gerade aus der Not Anderer Profit schlagen wollen. So auch die Firmen, die mit Anzeigen wie “GmbH in Not? Raus aus der persönlichen Haftung! Sichern Sie ihre Existenz und ihren guten Namen!” auf sich aufmerksam machen. Hier ist größte Vorsicht geboten! Weiterlesen

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Neue Pflichten für Bauträger

Bauträger sind verpflichtet, Baubeschreibung und Planungsunterlagen zu übergeben.
Der Hausbau mit einem Bauträger verläuft nicht immer sorgen-
frei.© Radovan1_shutterstock

Westfälische Notarkammer. Mit der Reform des Bauvertragsrechts sind Bauträger seit Januar 2018 gesetzlich verpflichtet ist, dem privaten Bauherrn eine Baubeschreibung zu übergeben. Die Baubeschreibung und der Bauträgervertrag müssen verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Hauses bzw. zur Dauer der Bausauführungen beinhalten. Sollte das fehlen, muss der Bau innerhalb der objektiv erforderlichen Zeit fertiggestellt werden. Falls es Zweifel bei der Auslegung des Vertrags geben sollte, geht dies zu Lasten des Bauträgers. Der Notar wird selbstverständlich die Baubeschreibung mitbeurkunden, sodass sie Teil des notariellen Vertrages wird. Doch Vorsicht: Da auch beim Bauträgervertrag nur das gilt, was der Notar beurkundet hat, sollte der Bauherr beim Notartermin ein Auge darauf haben, dass in die Baubeschreibung tatsächlich alles aufgenommen wird, was er im Bauwerk verwirklicht sehen möchte. Weiterlesen

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Der einfachste Weg zur Scheidung

Mit einer Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung können Paare teure Gerichtskosten umgehen.
Bei Trennung oder Scheidung ist es ratsam, eine außergericht-
liche Lösung anzustreben. © shutterstock_Josep Suria

Schleswig-Holsteinische Notarkammer. Bis dass der Tod uns scheide – dieses Versprechen geben sich zwei Menschen, wenn sie heiraten. Trennen sich die Eheleute, scheitert ein Lebensplan. Zu der emotionalen Belastung kommt, dass wichtige finanzielle und wirtschaftliche Fragen geklärt und Entscheidungen getroffen werden müssen. Dazu zählen unter anderem Unterhaltsansprüche, die Aufteilung des Hausrats, die Auflösung eines gemeinsamen Testaments oder Vermögens- und Zugewinnausgleichansprüche. Hat das Paar gemeinsame minderjährige Kinder, muss es zudem Fragen des Sorge- und Umgangsrechts klären. Weiterlesen

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Notarielle Vollmachten bieten Vorteile

Notarielle Vollmachten haben Vorteile.
Ein Notar bestätigt die Geschäftsfähigkeiten seines Mandanten.
© shutterstock_Africa Studios

Notarkammer Berlin. Viele denken, eine Vollmacht sei nur dann wirksam, wenn sie notariell beglaubigt oder beurkundet wird – doch das ist in den meisten Fällen kein Muss. Zwingend ist eine notarielle Vollmacht im Zusammenhang mit Grundstückverträgen. Meist jedoch genügt ein privatschriftliches Dokument. Allerdings ist die notarielle Form ratsam, vor allem wenn der Vollmachtgeber hochbetagt ist oder wenn aus anderen Gründen Anlass besteht, seine geistige Gesundheit in Zweifel zu ziehen. Wer zu einem Notar geht und seine Geschäftsfähigkeit beim Ausstellen der Vollmacht bestätigen lässt, vermindert das Risiko, dass die Vollmacht von einem Dritten nicht anerkannt wird. Weiterlesen

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Einen Erwachsenen adoptieren

Das Adoptionsrecht unterscheidet zwischen Volljährigen- und Minderjährigenadoption.
Auch Erwachsene können adoptiert werden.
© Monkey Business Images_shutterstock

Westfälische Notarkammer. Um Steuern zu sparen, kann die Adoption eines erwachsenen Kindes Vorteile bieten. Das Gesetz unterscheidet die Minderjährigenadoption (sog. Volladoption) und die Volljährigenadoption. Während bei der Minderjährigenadoption juristisch alle Verwandtschaftsbeziehungen zu der bisherigen Familie gekappt werden, bleiben diese bei der Volljährigenadoption bestehen und der Annehmende kommt nur als weiterer Elternteil hinzu. Weiterlesen

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Neue Regelungen bei Bauträgerverträgen

Im Januar 2018 sind Änderungen im Bauvertragsrecht in Kraft getreten, auch bei Bauträgerverträgen.
Das Bauen mit einem Bauträger birgt Risiken.
© riopatuca_shutterstock

Schleswig-Holsteinische Notarkammer. Wer ein Haus oder eine Wohnung von einem Bauträger erwerben möchte, muss nach neuer Gesetzeslage ab 2018 einige Besonderheiten beachten. Ein Bauträgervertrag beinhaltet Elemente eines Kauf- und Werkvertrags und muss notariell beurkundet werden. Mit der Unterzeichnung treffen Bauherren eine weitreichende Entscheidung. Da das Bauen mit einem Bauträger mit zahlreichen Risiken verbunden sein kann, sollten Verbraucher den Notartermin unbedingt nutzen, um sich rechtzeitig über die Konsequenzen des Vertragsabschlusses aufklären zu lassen. Weiterlesen

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Eigenhändig verfasste Testamente bergen Risiken

Privatschriftilche Testamente bergen Risiken.
Eheleute können ein gemeinschaftliches Testament errichten.
© shutterstock_Jacob Lund

Notarkammer Berlin. Um den letzten Willen zum Ausdruck zu bringen, kann ein Testament auch handschriftlich verfasst werden. Damit das Dokument gültig ist, müssen aber einige Regeln eingehalten werden.

Gefahr von Fehlern und Verlust

Der größte Nachteil eines privatschriftlichen Testamen­tes besteht in dem Risiko, es durch Formfehler ungültig zu machen. Dazu gehört die Gefahr, zu unklar zu formulieren. Für den Laien ist das deutsche Erb­recht nicht gerade übersichtlich, das ver­führt zu Fehlern. Weil sie meist nicht sorgfältig verwahrt werden, kann es zudem es leicht passieren, dass privatschriftliche Testamente verloren gehen. Weiterlesen

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