Den Pflichtteil entziehen

Der Pflichtteil kann engen Angehörigen nur in absoluten Ausnahmefällen entzogen werden, Pflichtteilsansprüche verjähren nach drei Jahren.
Kinder können nur in äußerst gravierenden Fällen enterbt
werden. © shutterstock_Africa Studios

Westfälische Notarkammer.  Will ein Erblasser testamentarisch verfügen, dass einem engen Verwandten auch der Pflichtteil entzogen wird, um die übrigen Erben finanziell zu entlasten, so ist dies nur in ganz schwerwiegenden Fällen möglich. Zum Beispiel: Wenn der Verwandte dem Erblasser nach dem Leben getrachtet, ihn körperlich misshandelt oder wenn der Pflichtteilsberechtigte seine gesetzliche Unterhaltspflicht gegenüber dem Erblasser verletzt hat. Der Grund muss im Testament ausdrücklich angegeben werden. Weiterlesen

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Streit in der Erbengemeinschaft lösen

Pflichtteilsberechntigte Erben können ihre Ansprüche gegenüber der Erbengemeinschaft geltend machen.
Unter Erben ist der Streit oft vorprogrammiert.
© shutterstock_Andrey_Popov

Schleswig-Holsteinische Notarkammer. Wurde eine Person, die nach dem Gesetz pflichtteilsberechtigt ist, durch ein Testament enterbt, kann dies Probleme für die Erbengemeinschaft bergen. Denn diese Person kann sofort die Auszahlung ihres Pflichtteils gegenüber der Erbengemeinschaft verlangen. Da es in der Regel eine Zeit dauert, bis das Erbe als liquides, auszahlbares Vermögen vorliegt, kann das für die Erbengemeinschaft ein Problem darstellen. Personen, denen ein Pflichtteil zusteht, sollten daher nicht enterbt werden. Sinnvoller ist es, die Person im Testament mit einem Erbteil, der dem Pflichtteil entspricht, zu bedenken. So wird die Person Teil der Erbengemeinschaft und muss wie alle anderen Erben warten, bis das Erbe auszahlungsfähig ist. Weiterlesen

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Bauen ohne eigenes Grundstück

Erbbauberechtigte besitzen nicht das Grundstück, auf dem ihr Haus steht, sondern zahlen regelmäßig Geld an den Grundeigentümer.
Wer ein Haus bauen möchten, muss nicht unbedingt Baugrund
beseitzen. © shutterstock_Phovoir

Schleswig-Holsteinische Notarkammer. Für den Hausbau braucht man ein Grundstück – soweit so gut. Die meisten angehenden Bauherren kaufen daher Baugrund. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit, an eine Baufläche für das Eigenheim zu gelangen. Alternativ kann dies auch über den Erwerb von Erbbaurechten geschehen. Weiterlesen

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Geheime Testamente – oft übersehen

Versteckte Testamente werden leicht übersehen.
Im Geheimen aufbewahrt nützt ein Testament nicht viel.
© shutterstock.com_BPTU

Notarkammer Berlin. Streit kommt in den besten Familien vor. Erbauseinandersetzungen gehören dabei zu den unerfreulichsten Streitigkeiten überhaupt. Sie werden mit unerbittlicher Härte vor Gericht geführt. Ein vom Notar beurkundetes Testament kann dies verhindern. Doch ein notarielles Testament kostet Geld. Weiterlesen

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Insolvenz: Firmenbestattung keine Lösung

Insolvente Geschäftsführer können ihrer Verantwortung nicht mittels sogenannter Firmenbestatter entfliehen.
In schwierigen Situationen bieten unseriöse Anbieter scheinbar
Lösungen. © shutterstock_Stokkete

Westfälische Notarkammer. Sobald ein Insolvenzgrund vorliegt, muss ein Geschäftsführer einer GmbH beim Amtsgericht unverzüglich die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen. Kommt der Geschäftsführer seiner gesetzlichen Pflicht nicht nach, so macht er sich wegen Insolvenzverschleppung strafbar. Durch die unterlassene Antragstellung wird zugleich auch zivilrechtlich die persönliche Haftung gegenüber den Gläubigern des Unternehmens begründet. Das wird auch nicht verhindert, wenn die Firma von einem “Firmenbestatter” übernommen wird. Weiterlesen

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Den Nachlass gut planen

Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Ein Notar berät, um Streit unter den Erben zu vermeiden.
Der hinterbliebene Ehepartner muss das Erbe oft mit anderen
teilen. © shutterstock_Photographee.eu

Schleswig-Holsteinische Notarkammer. Wenn der Nachlass eines Verstorbenen schlecht oder gar nicht geplant ist, birgt ein Todesfall großes Streitpotenzial für die Erben. Zukünftige Erblasser sollten sich daher über mögliche Probleme beim Vererben genauso im Klaren sein wie die Erben in einer Erbengemeinschaft. Weiterlesen

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Testaments-TÜV

Jeder sollte sein Testament in regelmäßigen Abständen überprüfen.
Bei jungen Familien liegt der Fokus meist auf den Kindern –
auch wenn es um die Vorsorge geht. © shutterstock__Jack Frog

Notarkammer Berlin. Unser Auto bringen wir ganz selbstverständlich regelmäßig zum TÜV – um weiter sicher damit zu fahren und weil es so vorgeschrieben ist. Eine Pflicht, sein Testament regelmäßig kontrollieren zu lassen und auf den neuesten Stand zu bringen, gibt es nicht. Doch unsere persönlichen Verhältnisse und die Rechtslage verändern sich ständig. Ein „Testaments-TÜV“ lohnt sich daher ebenso. Weiterlesen

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Kinder vom Erbe ausschließen

Möchten Erblasser nahe Verwandte vom Erbe ausschließen, sollte die Pflichtteilsansprüche kennen.
Die Nachkommen zu enterben, ist ein schwerer Schritt.
© shutterstock_Ruslan Guzov

Westfälische Notarkammer. Die geliebte Tochter, der ungeliebte Sohn – nicht immer möchten Erblasser ihre engsten Verwandten auf gleiche Weise im Testament als Erben einsetzen. Möchte der Erblasser einen nahen Verwandten vom Erbe ausschließen, so muss er dies im Testament deutlich zum Ausdruck bringen. Er kann beispielsweise einen Alleinerben benennen und somit alle anderen Verwandten enterben oder er erklärt, dass eine Person vom Erbe ausgeschlossen werden soll. In einem solchen Fall erben auch die Kinder und Kindeskinder der betroffenen Person nicht mehr. Es sei denn der Erblasser erklärt im Testament, dass die Abkömmlinge nicht vom Erbe ausgeschlossen werden sollen. Weiterlesen

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Bessere Möglichkeiten für Regenbogenfamilien

Seit Oktober 2017 können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten und damit auch gemeinsam ein Kind adoptieren.
Schwule Paare können ein Kind nun gemeinsam adoptieren.
© shutterstock_Monkey Business Images

Notarkammer Berlin. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen seit Oktober 2017 auch in Deutschland heiraten. Damit gewährt der Staat homosexuellen Paaren die gleichen Rechte wie heterosexuellen. Bereits eingetragene Lebenspartnerschaften bleiben bestehen, können jedoch beim Standesamt in eine Ehe umgewandelt werden. Diese Umwandlung muss von beiden Partnern gleichzeitig und persönlich erfolgen. Lebenspartnerschaften können nun nicht mehr beim Standesamt eingetragen werden. Lebenspartnerschaftsverträge, die die Lebenspartner notariell abgeschlossen haben, behalten nach Umwandlung in eine Ehe als Eheverträge weiterhin Gültigkeit. Weiterlesen

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Vorsicht vor Firmenbestattern

Sogenannte Firmenbestatter bieten gegen Zahlung Hilfe für insolvenzbedrohte Unternehmen. Dies ist unseriös.
Droht die Insolvenz, ist die Verzweiflung meist groß.
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Schleswig-Holsteinische Notarkammer. In Krisenzeiten gibt es immer wieder Organisationen, die gerade aus der Not Anderer Profit schlagen wollen. So auch die Firmen, die mit Anzeigen wie “GmbH in Not? Raus aus der persönlichen Haftung! Sichern Sie ihre Existenz und ihren guten Namen!” auf sich aufmerksam machen. Hier ist größte Vorsicht geboten! Weiterlesen

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