Erbrecht

Lebzeitige Zuwendung an Nachkommen: steuerliche Vorteile nutzen

Zwei Kleinkinder mit ihren Großeltern.

Steuerfreibeträge können alle 10 Jahre genutzt werden und sind eine gute Möglichkeit, zu Lebzeiten Vererbtes von Steuern zu befreien. © Foto: wavebreakmedia_shutterstock.com

Notarkammer Berlin. „Wer soll mich beerben? Und wird mein Nachlass nach meinem Tod auch wirklich in meinem Sinne aufgeteilt?“ Diese Fragen stellen sich viele Erblasser. Lebzeitige Zuwendungen sind eine Möglichkeit, das eigene Vermögen oder Teile davon bereits zu Lebzeiten auf Angehörige zu übertragen.

Eine rechtzeitige Vermögensübertragung auf Kinder und Enkelkinder ist vor allem aus steuerlicher Sicht vorteilhaft. Alle zehn Jahre können Steuerfreibeträge ausgenutzt werden: 400.000 Euro bei Kindern und 200.000 Euro bei Enkeln. Wichtig ist, dass man dabei die Bewertungsvorschriften insbesondere für Grundstücke und Betriebsvermögen berücksichtigt. Ansonsten können sich am Ende doch noch steuerliche Nachteile ergeben.

Falls gewünscht, alle Kinder berücksichtigen

Viele künftige Erblasser möchten zwischen mehreren Kindern eine gerechte Vermögensverteilung erreichen. In diesem Fall sollten sie alle Geschwister an einer Beurkundung beteiligen. Dies kann verhindern, dass später Ausgleichs- oder Anrechnungsansprüche untereinander gestellt werden. Auch scheiden Pflichtteilsergänzungsansprüche aus, falls die übertragenen Werte nicht exakt übereinstimmen.

Wer sich im Vorfeld von einer Notarin oder einem Notar beraten lassen möchte, findet diese im Internet unter www.notar.de.

Sie möchten Vermögen auf Ihren Ehepartner übertragen? Auch dann können Sie steuerliche Freibeträge nutzen. Im Rahmen des Zugewinnausgleichs sind Schenkungen bis zu einem gewissen Betrag steuerbefreit. Mehr erfahren Sie in unserem Blogbeitrag zum Thema.

Redaktion: AzetPR