Familienrecht

Ehevertrag vereinfacht die Scheidung

Bei einer Scheidung kann ein Ehevtrag sehr hilfreich sein.

Gehen Eheleute getrennte Wege, sind Einigungen oft schwer zu erzielen. © Aleksandar Mijatovic/shutterstock.com

Westfälische Notarkammer. Bei einer Trennung  Regelungen für den Umgang miteinander, zu Unterhaltsfragen oder finanziellen Ansprüchen zu finden, ist für alle Beteiligten immer eine große Herausforderung.  Unabhängig davon auf welchem Wege es zu einer Lösung kommt, ist es empfehlenswert, die Regelungen notariell beurkunden zu lassen. Bei Unterhaltsvereinbarungen ist dies sogar zwingend erforderlich. In einem von einem Notar entworfenen Ehevertrag kann z.B. die Gütertrennung vereinbart und die Höhe einer Zugewinnausgleichsforderung festgesetzt werden. Auch die Zukunft gemeinsam erworbener Immobilien, die Aufteilung während der Ehe erworbener Rentenanwartschaften und die Höhe und Dauer von Unterhaltszahlungen können Gegenstand des Vertrages sein.

Trennungsjahr beachten

Nach deutschem Recht wird eine Ehe erst geschieden, wenn die Eheleute mindestens ein Jahr getrennt leben. Falls in einem Ehevertrag der Versorgungsausgleich (das Aufteilen der Rentenanwartschaften) abgeändert oder ausgeschlossen wird, muss eine solche Regelung später im Ehescheidungsverfahren gerichtlich genehmigt werden. Dies gilt, wenn ein Scheidungsantrag vor Ablauf eines Jahres nach der Beurkundung eines Ehevertrages eingereicht wird.

Ehevertrag spart oft Zeit und Ärger

Ein Ehevertrag ist in jedem Fall sinnvoll und spart jahrelange gerichtliche Auseinandersetzung über Vermögensansprüche und Unterhalt, die häufig durch mehrere Instanzen gehen. Bei einem notariell beurkundeten Ehevertrag sind die inhaltlichen Regelungen zwischen Eheleuten schnell getroffen. So gibt es bei einer Ehescheidung keine weiteren Verzögerungen. Und: Ein notariell beurkundeter Ehevertrag kostet auch nur einen Bruchteil der Gebühren einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

Wer sich von einem Notar zu diesen Themen beraten lassen möchte, findet im Internet unter www.notar.de den richtigen Ansprechpartner.

Redaktion: www.azetpr.com

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